Wird “Klein Moskau” zum großen Streitpunkt?

 

Einem der historischsten Gemeindegebiete Kleinmachnows droht das Aus. Das Gebiet der Ringwegsiedlung liegt zwischen Augustinum und NP-Hotel am Teltowkanal. In den nächsten Monaten wird über einen Bebauungsplan (B-Plan) für dieses Gebiet entschieden.

In den vergangenen Jahren gab es in Kleinmachnow immer wieder mehr oder weniger umstrittene Entscheidungen, die teilweise nur durch die Kommunalaufsicht geklärt werden konnten.
Es gab allerdings noch nie eine Entscheidung bei der die Ausweisung von Menschen aus Kleinmachnow auf dem Spiel stand. Nicht zu vergessen, dass hier auch finanzielle Existenzen in Gefahr sind.

Der Hintergrund: Das Siedlungsgebiet “Ringwegsiedlung” -umgangssprachlich “Klein Moskau” genannt- wurde nach der Wende zum Außengebiet erklärt. Seitdem verfällt (mangels Klarheit der rechtlichen Lage) die ehemals anschauliche Siedlung in ein Trümmerfeld und entwickelt sich zum optisch unschönen Schandfleck der Gemeinde. Die Anwohner leiden erheblich darunter, da sie weder bauliche Maßnahmen tätigen können, noch ein gesichertes Wohnrecht haben. Dazu kommt noch das bauliche Umfeld, welches einem Kriegsgebiet gleichkommt.

Um dieses Problem zu lösen hat der Landkreis jetzt die Gemeinde erneut ausdrücklich zu einer Entscheidung aufgefordert. Nach Diskussion steht jetzt ein sogenanntes Wochenendgebiet im Raum. Das Wochenendgebiet ist kein Wohngebiet, dient damit nicht als Wohnsitz. Ein Großteil der Bürger dürfte damit Wohnraum sowie Existenzgrundlage verlieren, faktisch “auf der Straße” landen.

Am gestrigen Mittwoch trafen sich deshalb ein Teil der Bürger der Ringwegsiedlung mit unserer Fraktion, die aktuell nach einer humanen Lösung sucht.

Unser Plan ist das Gebiet der Ringwegsiedlung als Kleinsiedlung auszuweisen. Damit bestünde ein Wohnrecht für die aktuell dort Wohnenden und das Gebiet wird gleichzeitig nicht zum Spekulationsobjekt. Durch die Möglichkeit in dem Gebiet zu wohnen, dürfte auch die Attraktivität des Gebiets erhöht werden. Die derzeit noch bestehenden Ruinen könnten damit auch der Vergangenheit angehören.

Raoul Schramm, DIE LINKE/Piraten

Die Fraktion DIE LINKE/Piraten verfolgt damit weiter den Kurs einer sozialen und humanen Politik in Kleinmachnow. Einer Ausweisung von Bürgern aus Kleinmachnow können wir uns unter keinen Umständen anschließen.
Bürger Kleinmachnows, die seit Jahren in dem Gebiet wohnen -sogar wählten- dürfen nicht einfach der Zukunft beraubt werden.


Kommentare

3 Kommentare zu Wird “Klein Moskau” zum großen Streitpunkt?

    • Anett schrieb am

      Toll! Super meinen höchsten Respekt was sie tun für unsere Siedlung. Ich selber Kind da aufgewachsen mittlerweile 34..

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