Ignoranz pur | Bericht der GVV 11.02.2016

Kleinmachnower Gemeindevertretung lehnt eine Verbesserung der Spielmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche mehrheitlich ab

Kleinmachnow ist eine kinderreiche Gemeinde und viele Bürger verbinden mit ihr ein “familienfreundliches” Bild. In der ersten Gemeindevertretersitzung im neuen Jahr am 11. Februar sollte auf Antrag der Fraktion die Linke/Piraten eine Sport- und Spielkombination im Bereich der Eigenherd-Schule für Kinder und Jugendliche beschlossen werden. Mit Gegen-Stimmen aus den Reihen von SPD/Pro, CDU/FDP sowie Grünen und BiK wurde dem Vorhaben jedoch eine Absage erteilt. Nicht einmal der Bürgermeister, Mit-Initiator der AG Jugendtreffpunkte (jetzt AG Jugend), stellte sich hinter den Antrag. Damit bleibt es bei der Ignoranz gegenüber einer zukunftsfähigen Kinder- und Jugendpolitik, die bereits im WM-Sommer 2006 vorherrschte. 2006 gab es bereits einen Vorstoß von Jugendlichen für einen Bolzplatz im nördlichen Teil von Kleinmachnow. Im Ergebnis wurde den Jugendlichen damals ein im Grenzstreifen liegender Acker „bereitgestellt“, der allenfalls von Hunden als Auslaufgebiet genutzt werden kann. Damit blieben die anderen Fraktionen sowohl hinter dem Ziel einer familienfreundlichen Gemeinde als auch den Forderungen ihrer Parteiprogramme zurück.

„Die Ablehnung der Druckvorlage wirft ein schlechtes Bild auf unsere eigentlich familienfreundliche Kommune. Mit der Annahme der Sport- und Spiel-Kombination im Bereich der Eigenherd-Schule hätten die Gemeindevertretung zeigen können, dass die Wünsche der Kleinmachnower Kinder- und Jugendlichen ernst genommen werden und wir für eine familienfreundliche Gemeinde stehen. Offensichtlich ist einigen Gemeindevertretern allerdings der Erhalt einer Grasfläche wichtiger, als den Kindern- und Jugendlichen eine Spielmöglichkeit zu eröffnen.“, ärgert sich Raoul Schramm, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Fraktion die Linke/Piraten und Einreicher des Antrages.

Im Anschluss Bilder der “Fußballwiese” am Zehlendorfer Damm, Höhe Grenze zu Zehlendorf

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Raoul Schramm

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war Mitglied der Gemeindevertretung Kleinmachnow (2014-2019). Im Juni 2015 wurde er zum wahrscheinlich jüngsten ersten Vorsitzender eines Landesverbandes der Piraten gewählt und somit für ein Jahr "Chef" der Piraten Brandenburg. Sein Engagement innerhalb der Piratenpartei begann bereits 2011 im Zuge der Abgeordnetenhaus-Wahl von Berlin. Im Jahr 2013 schloss er am Babelsberger Filmgymnasium mit dem Abitur ab und studiert heute an der Universität Potsdam Wirtschaftsinformatik und Digitale Transformation..

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